Clausthal-Zellerfeld – Am 29.09.2018 fand in der Aula der TU Clausthal der Vorentscheid für die Ostdeutsche Meisterschaft im Science Slam statt. Acht Slammer kämpften um die zwei begehrten Tickets, für die Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden am 24.November 2018.
Als sich um 18 Uhr die Türen zur Aula der Technischen Universität öffneten war die Anspannung zu spüren – nicht nur bei den acht Slammern, die aus ganz Ostdeutschland angereist waren, sondern auch beim Veranstalter, dem Science on the Rocks e. V., dem Moderator Thorben Schulte und natürlichen auch bei den circa 200 Besuchern des Vorentscheids. Sie hatten es in der Hand, welche der acht Teilnehmer die zwei Tickets zur Meisterschaft im Science Slam in Wiesbaden bekommen. Als erster Teilnehmer trat Dr. Uwe Gaitzsch aus Dresden mit seinem Thema „Biomasse“ auf die Bühne. Mit einem coolen Rap über die Geschichte der Energiegewinnung, seinem Vortrag über die Biomasse, seinen selbstgenerierten Publikumsfragen und seinem abschließenden Song zur Melodie von Queens „We will rock you“ stimmte das Publikum perfekt auf einen interessanten, unterhaltsamen und lustigen Abend ein.
Als nächstes war Daniel Meza Arredondo, gebürtiger Mexikaner und Doktorand am Helmholtz Zentrum Berlin an der Reihe. In seinem Vortrag zum Thema „Pizzafindungsprozess“ erklärte er durch eine Analogie zu Pizza seine Forschung und wie er herausfand, in welchem Verhältnis Wolfram für Solarzellen gut ist. Das Publikum amüsierte sich köstlich. Der dritte Kandidat war Dr. Moritz Kirchner aus Potsdam. Er slammte zum Thema „Demokratie und Komplexität“ und somit zum ersten nicht naturwissenschaftlichen Thema des Abends. Zu Beginn seines Vortrags machte er dem Publikum klar, dass das Thema, über das er nun redet, zwar ernst ist, aber lachen zum Science Slam einfach dazugehört. Dies gelang ihm auch ohne Probleme und das Publikum applaudierte begeistert. Im Anschluss betrat die erste Frau des Abends, Katja Rudolph aus Göttingen, die Bühne. Mit ihrem Thema „Alles nur Affentheater – was machen eigentlich Primatologen und wer braucht sie überhaupt“ berichtete sie über ihre Zeit in Madagaskar und ihre Beobachtung der Sifakas, eine Lemuren Art. In ihrer besonders lebhaften und unterhaltsamen Präsentation veranschaulichte sie die Arbeit der Primatologen beim Sammeln von Tierexkrementen.
Nach einer Pause war die zweite Dame der Runde an der Reihe, Dr. Petra Wodtke von der FU in Berlin. Sie slammte zu „Dies ist kein römisches Albanien“. Mit besonders vielen Requisiten brachte sie dem Publikum ihre Arbeit als Archäologin näher.
Als der sechste Slammer, Dr. Christian Duwe von der TU in Clausthal, auf die Bühne trat wurde es laut in der Aula. Er erläuterte das Thema seiner Doktorarbeit, die im Bereich des Recyclings angesiedelt war, am Beispiel seines liebgewonnenen, alten Autos.
Dr. Stefan Merkle aus München mit seinem Thema „Die Präsenz der Antike – zeitgemäße Formate zur Vermittlung sperrigen Wissens“ war als nächster Kandidat dran. Mit seinem Thema widmet er sich der Frage, wie man die Sprache der Antike weitergeben sollte. Er beendete seinen Vortrag mit einem Lied zu diesem Thema.
Das letzte Thema des Abends war „Bernd –a Star Wars Story“ und wurde von Professor Sascha Weber von der Hochschule Magdeburg-Stendal vorgetragen. Er brachte dem Publikum am Beispiel des Bundesteilhabegesetzes Gründe dafür näher, warum politische Reformen ihre Ziele nicht erreichen.
Nachdem auch die letzten Punkte ausgezählt waren, standen die Gewinner fest.
Dr. Stefan Merkle freute sich über seinen ersten Platz und ein Ticket zur Meisterschaft, aber auch der zweite Platz, und dies freute das Publikum besonders, Dr. Christian Duwe, fährt zur Meisterschaft nach Wiesbaden.
Wer selber Slammer werden möchte bekommt am 16.11. die Chance. Auf der dortigen Langen Nacht der Wissenschaften gibt es einen Newcomer Science Slam, welcher für alle offen ist. Weitere Infos zum Slam und Workshops dazu auf: sotr-clz.de